Produktion der Dekadenz
Lingua Madre
Theater
nach dem preisgekrönten Roman von Maddalena Fingerle
Paolo Prescher ist besessen von Wörtern. Sie haben Geruch, Farbe und Klang. Manche sind sauber. Andere sind dreckig. Dreckige Wörter rauben ihm die Luft. Sie lügen, verschleiern und sagen nicht, was sie sagen sollen.
Aufgewachsen zwischen einer italienischen Mutter, einem verstummten deutschsprachigen Vater und den Sprachgrenzen seiner Heimatstadt Bozen versucht Paolo, Ordnung in die Welt zu bringen. Er flieht nach Berlin – auf der Suche nach einer Sprache, die nicht verletzt, und einem Leben, das leichter ist. Dort begegnet er Mira. Zum ersten Mal scheinen die Wörter ihren Schrecken zu verlieren.
Mit feinem Humor, großer sprachlicher Präzision und viel Zärtlichkeit erzählt Maddalena Fingerle von einem jungen Mann auf der Suche nach Liebe, Zugehörigkeit und einer Sprache, die ehrlich sein darf. Ein Stück über Südtirol, das weit über Südtirol hinausweist.
Die Dekadenz bringt den preisgekrönten Debütroman erstmals als Theatermonolog auf die Bühne – erzählt in zwei Stimmen. Der italienischsprachige Schauspieler Gianluca Iocolano und die deutschsprachige Schauspielerin Linda Covi verleihen Paolos Gedankenwelt gemeinsam eine Stimme und lassen seine innere Zerrissenheit zwischen den Sprachen lebendig werden.
Lingua Madre von Maddalena Fingerle
Fassung und Dramaturgie: Friederike Wrobel
Regie: Peter Stuppner
Schauspiel: Linda Covi und Gianluca Iocolano
Regieassistenz: Michaela Zetzlmann
Vorverkauf ab 15. Februar
Foto: FREIUNDZEIT