Fr 16.10.26
20:00
Ausverkauft!
Sa 17.10.26
20:00
Ausverkauft!
So 18.10.26
18:00
Produktion der Dekadenz faulender Mond Theater

Antje spielt. Die andere träumt. Beide arbeiten in einer Fleischerei.

Sie zerteilen Schweinehälften, belegen lustige Sandwiches und kommen sich näher. Die eine wartet auf den großen Gewinn am Spielautomaten. Die andere spricht mit ihrem ungeborenen Kind. Über allem hängt der Mond.

Mit skurrilem Humor und großer Zärtlichkeit erzählt faulender Mond von zwei Frauen, die vom Leben an den Rand gedrängt wurden und trotzdem nicht aufhören, an ein besseres Morgen zu glauben. Hinter den komischen Dialogen steckt eine Geschichte über Einsamkeit und Freundschaft. Und darüber, wie eine Partei Menschen in schwierigen Lebenslagen mit einfachen Antworten und großen Versprechen für sich gewinnt.

Die Schweizer Autorin Anaïs Clerc gehört zu den spannendsten jungen Autorinnen der deutschsprachigen Theaterwelt. Mit großer Leichtigkeit verbindet sie Humor und Melancholie, Poesie und Politik und erzählt von Menschen, die sonst selten im Mittelpunkt stehen. Regie führt die Theatermacherin Julia Jenewein. Die Künstlerin AliPaloma schafft einen Raum zwischen Fleischerei und Raumschiff. Die Musikerin und Klangkünstlerin Natyra Elezi entwickelt den Sound des Abends live. Es spielen (und singen) Brigitte Knapp und Viktoria Obermarzoner.

„'faulender Mond' bringt die Fragilität zweier starker Figuren facettenreich auf die Bühne und steht noch bis zum 17. Oktober auf dem Spielplan der Dekadenz.“ — Johanna Bampi, Brixner

„Hier zeigt sich die schauspielerische Vielseitigkeit der beiden Akteurinnen.“ – Georg Aichner, Dolomiten

„Im Zentrum des Stücks stehen trotz seiner politischen und gesellschaftskritischen Themen die berührenden Schicksale der zwei Frauen, die Brigitte Knapp und Viktoria Obermarzoner mit viel Gespür darstellen.“ – Johanna Bampi, Brixner

„Im Falle von 'Faulender Mond', einer Eigenproduktion der Dekadenz (Regie: Julia Jenewein), spielt Ali Paloma aber so wunderbar mit Requisiten, dass man über dem Staunen darüber manchmal vergisst, dem Stück zu folgen.“ – Alexandra Kienzl, ff

„Die Lust am Spielerischen, Poetischen findet sich auch im Stück der Schweizer Autorin Anaïs Clerc wieder, das eigentlich Alltägliches erzählt:“ – Alexandra Kienzl, ff

„Dass die stumme Mondfigur, welche die gesamte Handlung als lächelnde Alles-wird-gut-Allegorie begleitet, nach all den Molltönen für den letzten Akkord ins Dur wechselt, ist so subtil gesetzt, dass dieser Akkord alles vorherige Laute auf sehr angenehme Weise übertönt.“ – Georg Aichner, Dolomiten

Theaterstück von Anaïs Clerc
Regie: Julia Jenewein
Schauspiel: Brigitte Knapp und Viktoria Obermarzoner
Komposition und Live-Vertonung: Natyrë Elezi
Ausstattung: AliPaloma
Regieassistenz: Michaela Zetzlmann
Ausstattungsassistenz: Adele Buffa
Lichtdesign: Werner Lanz

Pressefoto: FREIUNDZEIT

Live-Fotos: FlipFlop Collective

Mi 21.10.26
20:00
Torres, Guerra, Scandroglio, Lugo Barencia Jazz

Barencia vereint Jazz, Flamenco und zeitgenössischen Tanz zu einer außergewöhnlichen Performance. Der katalanische Pianist Xavi Torres trifft auf den Florentiner Schlagzeuger Bernardo Guerra, den italienischen Kontrabassisten Michelangelo Scandroglio und die preisgekrönte mexikanische Tänzerin Karen Lugo. Virtuose Improvisation, kraftvolle Rhythmen und Bewegung verschmelzen zu einem lebendigen Dialog zwischen Barcelona und Florenz.

Xavi Torres: Klavier
Bernardo Guerra: Schlagzeug
Michelangelo Scandroglio: Kontrabass
Karen Lugo: Tanz

Fr 23.10.26
20:00
Alex Giovanelli Ich weiß, was ihr denkt! Kleinkunst & More

Istanbul-Hairlines, Partner:innentausch, Südtiroler Fleißpinkeligkeit, die Gemeinsamkeiten zwischen Ötzi und Jannik Sinner, das Hippie-Paradies Waltherpark. Kleine Beobachtungen, absurde Fragen, scheinbar banale Gedanken. Offensichtliches kippt ins Absurde, Ernsthaftes wird lächerlich, und geteilte Gewissheiten enden im kollektiven Kontrollverlust. Nach über zehn Jahren auf der Bühne als eine der prägenden Stimmen der Südtiroler Slam-Poetry- und Spoken-Word-Szene betritt Alex Giovanelli nun neues Terrain: die Stand-up-Comedy.

Foto: Daria Akimenko

Sa 24.10.26
20:00
Malarina Trophäenraub Kleinkunst & More

Malarina muss sich etwas überlegen. Ihr Ruhm hat dazu geführt, dass das Finanzamt und die Sozialversicherung ständig absurde Geldbeträge von ihr wollen.

Wie praktisch, dass sie in Österreich lebt, einem Land ohne Erbschaftssteuer. Malarina ist ja eine bürgerliche Pseudo-Feministin. Sie nützt das Patriarchat lieber für ihren Vorteil, anstatt es zerschlagen zu wollen. Also macht sich die Trophäenfrau auf die Suche nach potenziellen Partnern und dated sich durch die Geschichte der Menschheit.

„eine brillante, scharfzüngige Bestandsaufnahme der Gesellschaft” – ORF.at

Foto: Christopher Glanzl

Di 27.10.26
20:00
Di 22.12.26
20:00
Hans Heiss und Wolfgang Mayr Grantler Unlimited Live Talk

Grantler Unlimited ist der Live-Talk zum gleichnamigen Barfuss-Podcast. Moderator und Interviewer Wolfgang Mayr, ehemaliger Chefredakteur der RAI Südtirol, spricht mit dem Historiker, Autor und ehemaligen Grünen-Landesrat Hans Heiss über Politik, Gesellschaft und Zeitgeschehen. Die Themen reichen von lokalen Debatten bis zu internationalen Entwicklungen – pointiert, streitlustig und mit einer guten Portion Humor.

In jeder Ausgabe ist außerdem ein Gast dabei. Einig ist man sich manchmal. Langweilig wird's nie.

Special Guest: politischsophie

Ausstattung: Katharina Volgger

Foto: Florian Dariz

Do 29.10.26
20:00
Careta, Martínez, Santacana, Campis, Cordobés Alba Careta Group Jazz

Mit der Alba Careta Group gastiert eine der spannendsten Formationen der jungen katalanischen Jazzszene in der Dekadenz. Die preisgekrönte Trompeterin, Sängerin und Komponistin Alba Careta verbindet zeitgenössischen Jazz mit den musikalischen Traditionen. Begleitet wird sie von einigen der vielversprechendsten Musikern der katalanischen Jazzszene. Gemeinsam präsentieren sie ein Konzert zwischen feinen Melodien, mitreißender Improvisation und mediterraner Klangfarbe.

Alba Careta: Trompete, Gesang
Lucas Martínez: Tenorsaxophon
Roger Santacana: Klavier
Giuseppe Campisi: Kontrabass
Josep Cordobés: Schlagzeug

Foto: Sílvia Poch

Fr 30.10.26
20:00
Sa 31.10.26
20:00
Brixner Beschwerdechor Das große Mitsing-Doppel-Konzert Pop+

Genug geärgert? Dann singen wir's uns gemeinsam von der Seele! Der Brixner Beschwerdechor lädt zum großen Sing-Along ein.

Rund 25 Leute machen seit Jahren das, was viele nur heimlich tun: Sie besingen mit Witz, Haltung und einer gehörigen Portion Selbstironie die kleinen Ärgernisse und großen Schieflagen unserer Zeit. Auf dem Programm stehen an zwei Terminen im Keller neue Lieder und beliebte Beschwerdechor-Klassiker. Die Liedtexte werden an die Wand der Dekadenz projiziert und mitsingen ist ausdrücklich erwünscht, ganz ohne den eigenen Sitzplatz verlassen zu müssen. Ein kollektiver Beschwerdeabend mit Ohrwurmpotenzial. Denn gemeinsam klingt der Frust einfach besser.

Leitung: Marion Feichter

Foto: Andreas Tauber

Fr 06.11.26
20:00
ZeLT - Europäisches Zentrum für Literatur und Übersetzung präsentiert Aus der Zeit fallen – und ganz in ihr sein mit Rosalyn D’Mello und Barbara Walcher Literatur, Talk

Wie erfahren wir Zeit, wenn Fürsorge zum Taktgeber des Lebens wird? Wenn der Körper nicht mehr nur der eigene ist, wenn ein labiles Gleichgewicht zwischen Schlaf, Versorgung, Erwerbstätigkeit und Hausarbeit zum Alltag wird. Wenn Denken immer wieder unterbrochen wird und gerade in diesen Unterbrechungen eine kreative Gegenwärtigkeit entsteht?

Rosalyn D’Mello beschreibt in „Gestillte Zeit. Mutter- und doch Selbstsein“ die ersten Monate mit ihrem Sohn als eine Zeit jenseits der Linearität: zerstückelt, verdichtet, „gestillt“. Ihr Körper wird zum Ort von Versorgung und Erschöpfung, Nähe und Fremdheit, aber auch von Denken und Schreiben. Im Gespräch mit Barbara Walcher, Therapeutin für Emotionelle Erste Hilfe und bindungsorientierte Begleiterin, treffen literarisches Erleben und neurologisches Wissen aufeinander. Was macht Fürsorge mit unserem Gehirn? Wie verändern Bindung, Berührung und Co-Regulation unser Zeitempfinden? Und was weiß der Körper, bevor wir es in Worte fassen können?

Aus unterschiedlichen Perspektiven fragen wir danach, wie sich ein Leben, ja, das Leben verändert, wenn die Fürsorge im Zentrum steht und wir von dort aus Zeit, Körper, Kreativität und Selbstsein neu denken dürfen?

Who cares – literally? ist eine Veranstaltungsreihe von #ZeLT im Keller, die Literatur zum Ausgangspunkt nimmt, um Care, also die Fürsorge umeinander und die Pflege im weitesten Sinne in ihren unterschiedlichen Dimensionen zu erkunden.

Sa 07.11.26
20:00
Lacherstorfer, Mair, Haitzmann, Stickler, Lacherstorfer ALMA Pop+
ALMA widmet sich dem traditionellen Musizieren und dessen behutsamer Überschreitung. Das in Wien beheimatete Ensemble gräbt nach musikalischen Wurzeln und überträgt Volksmusik, Klassik, Jodler, Walzer und Improvisation mit archäologischem Feingefühl in die Gegenwart. Inspiriert von Konzertreisen von Skandinavien bis Peru entsteht Musik voller Respekt, Emotion und Offenheit. Grenzen werden gesprengt, ohne mit Traditionen zu brechen – alles echt, lebendig und zeitlos.

Julia Lacherstorfer: Geige, Gesang
Evelyn Mair: Geige, Gesang
Matteo Haitzmann: Geige, Gesang
Marie-Theres Stickler: Diat. Harmonika, Gesang
Marlene Lacherstorfer: Kontrabass, Gesang

Foto: Franzi Kreis

Do 12.11.26
20:00
Schaerer, Biondini, Kalima, Niggli A Novel Of Anomaly Jazz

Vier der profiliertesten Musiker der europäischen Jazzszene treffen in A Novel Of Anomaly aufeinander. Der vielfach ausgezeichnete Schweizer Vokalartist und Komponist Andreas Schaerer, der finnische Ausnahmegitarrist Kalle Kalima, der italienische Akkordeonvirtuose Luciano Biondini und der Schweizer Schlagzeuger Lucas Niggli zählen seit Jahren zu den prägenden Persönlichkeiten des zeitgenössischen Jazz. Gemeinsam verbinden sie Jazz, Weltmusik, Rock, Beatboxing und freie Improvisation zu einem ebenso überraschenden wie mitreißenden Klangerlebnis.

Andreas Schaerer: Stimme
Kalle Kalima: Gitarre
Luciano Biondini: Akkordeon
Lucas Niggli: Schlagzeug

Foto: Tamara Janes

Fr 13.11.26
20:00
Simon Kostner Ich liebe mich … oder vom (Un-)Glück, ein Gutmensch zu sein Kleinkunst & More

Regenwürmer, Höflichkeit und andere Katastrophen. Simon Kostner seziert das Leben, bis nur noch die Essenz übrigbleibt. Zwischen Sein und Schein, Schnucki und Schotzi finden wir uns alle wieder – irgendwo zwischen dem Großen im Kleinen und dem Kleinen im Großen. Kommen Sie ohne Erwartungen. Gehen Sie mit allem. Oder nichts. Hauptsache, Sie sind da. Zehn Jahre nach seinen erfolgreichen Programmen Badiotten und Über Unverträglichkeiten und andere Haustiere öffnet der ladinische Schauspieler erneut die Türen zu seiner schillernden Gedankenwelt. Mit feinem Humor, leiser Absurdität und einem scharfen Blick auf den Alltag lädt er zu einem ebenso unterhaltsamen wie nachdenklichen Theaterabend ein.

Regie: Dietmar Gamper

Do 19.11.26
20:00
Alex the Judge ALLESFRESSER Pop+

Mit ALLESFRESSER präsentiert Alex the Judge alias Alexander Richter ab Mitte Oktober sein erstes deutschsprachiges Album. Der Brixner Musiker verbindet darin Alternative Pop, Hip-Hop und Neo Soul zu einem eigenständigen Sound. Der Titelsong Allesfresser erzählt vom ständigen Aufnehmen und Runterschlucken: von Erwartungen, Emotionen und Eindrücken, die unverdaut bleiben. Die Songs kommen ohne große Geste aus, aber nicht ohne Haltung. Sie sind persönlich und blicken mal nachdenklich, mal ironisch auf den Alltag. Live bringt Alex the Judge die neuen Stücke gemeinsam mit seiner Band auf die Bühne.

Alex the Judge: Gesang
Fabian Pichler: Gitarre
Manuel Pichler: Schlagzeug
Valentin Gasser: Keys, Synthesizer & Saxophon

Foto: Theo Kortschak

Fr 20.11.26
20:00
Gianluca Iocolano & Friends io.co show Talk, Kleinkunst & More

Die io.co show ist eine frisch-freche, unverblümt-direkte Comedy-Talk-Show. Durch den Abend führt Moderator und Comedian Gianluca Iocolano, an seiner Seite ist die reizende Assistentin Patrizia Solaro. L’accompagnamento musicale è affidato al Maestro Roberto Tubaro, che dirige gli Ossoboogie.

Freut euch auf die neue Ausgabe der dekadenten Antwort auf das klassische Late Night-Format! Con ospiti elettrizzanti, commenti ironici, giochi assurdi e chiacchierate profonde, lo show cult attraversa ancora una volta la pancia della società altoatesin

Mit Gianluca Iocolano und Patrizia Solaro
Ausstattung: Rosa-Maria Presta
Band: tba

So 22.11.26
18:00
Disturbi Teatro Reietti – come creammo i CPR Theater

Reietti. Come creammo i CPR porta in scena la realtà dei Centri di Permanenza per il Rimpatrio (CPR), luoghi di detenzione amministrativa spesso invisibili, dove vengono rinchiuse persone migranti prive di un regolare permesso di soggiorno.

Partendo dalla vicenda di Moussa Balde, morto nel CPR di Torino nel 2021, Oscar Agostoni intreccia teatro di narrazione e ricerca giornalistica in un monologo che dà voce a chi viene escluso e invita a riflettere sulle responsabilità della nostra società.

Al termine dello spettacolo, l'attore Oscar Agostoni e il giornalista Alessio Giordano incontreranno il pubblico per un momento di confronto sui temi dello spettacolo e sulla realtà dei CPR in Italia.

La serata è presentata dalla OEW – Organizzazione per Un Mondo Solidale. Il progetto è stato finanziato dall’„Amt für Weiterbildung und Sprachen“ della Provincia Autonoma di Bolzano.

Ingresso libero
Do 26.11.26
20:00
Colom, Coria, Gómez, Gimard, Paredes Anna Colom Quintet Jazz

Anna Colom zählt zu den markantesten Stimmen einer neuen Generation von Flamenco-Künstler:innen. Die Sängerin aus Barcelona verbindet Flamencotradition mit Einflüssen aus Lateinamerika. Als Arrangeurin und Komponistin entwickelt sie zugleich ihre ganz eigene musikalische Sprache. Internationale Bekanntheit erlangte sie unter anderem als Backgroundsängerin auf Rosalías gefeierter El Mal Querer-Tour. Gemeinsam mit dem Gitarristen Exequiel Coria, dem Percussionisten Pablo Gómez sowie den Sängerinnen Melodie Gimard und Desiré Paredes entfaltet Anna Colom die ganze Ausdruckskraft des Flamenco. Kraftvoller Gesang, virtuose Gitarrenklänge, markante Rhythmen und die charakteristischen Palmas verschmelzen zu einem intensiven Konzerterlebnis.

Anna Colom: Gesang
Exequiel Coria: Gitarre
Pablo Gómez: Percussion
Melodie Gimard: Backing Vocals, Palmas
Desiré Paredes: Backing Vocals und Palmas

Sa 28.11.26
18:00
So 29.11.26
18:00
Theater praesent Antrag auf größtmögliche Entfernung von Gewalt Theater, Talk

Gewalt geschieht meist dort, wo Menschen sich sicher fühlen sollten: in den eigenen vier Wänden. Antrag auf größtmögliche Entfernung von Gewalt erzählt von den Erfahrungen von Frauen, die Schutz im Frauenhaus gesucht haben. Zugleich richtet der Theaterabend den Blick auf die gesellschaftlichen Strukturen, die Gewalt ermöglichen und oft unsichtbar machen.

Das Stück verbindet dokumentarisches Material mit einer kraftvollen Bildsprache. Aus realen Interviews mit Betroffenen, Mitarbeiter:innen von Frauenhäusern, Ärzt:innen und Jurist:innen entsteht ein vielstimmiger Abend, der berührt, aufrüttelt und immer wieder auch Momente von scharfem Humor findet. Dabei stehen nicht Opferbilder im Mittelpunkt, sondern Frauen, die den Mut finden, ihr Leben neu zu gestalten.

Nach der Aufführung am Samstag findet in Zusammenarbeit mit dem Frauenhausdienst Brixen ein Expert:innen-Gespräch statt.

Theaterstück von Felicia Zeller
Regie: Michaela Senn
Schauspiel: Elke Hartmann, Christina Polzer, Wiltrud Stieger
Ausstattung: Sara Burchia
Dramaturgie: Julia Jenewein

Foto: Alena Klinger

Fr 04.12.26
20:00
Sa 05.12.26
20:00
Gianluca Iocolano und Christa Plank Robe da Mander Kleinkunst & More

Männer tun manchmal so, als würden sie nichts sehen. Oft erkennen sie Mechanismen nicht, die für sie längst zur Gewohnheit geworden sind – unabhängig von der Generation. Gerade deshalb ist es heute wichtiger denn je, Dinge beim Namen zu nennen. Das Stück lädt dazu ein, das Schweigen zu brechen und den Blick zu schärfen – damit Gewalt früh erkannt wird, selbst dort, wo sie sich in den feinen Nuancen der Sprache verbirgt. Nicht mit dem Anspruch auf die große Revolution, sondern mit kleinen Schritten, die Veränderung möglich machen.

Gianluca Iocolano nutzt die Satire, um den Schleier der Gleichgültigkeit zu zerreißen. Freuen Sie sich auf ein zweisprachiges Wechselspiel aus Storytelling, Sketches und eigenen Singer-Songwriter-Stücken.

Von und mit Gianluca Iocolano

Musik: Christa Plank

Regie: Marta Dalla Via

Foto: Felix Bacher

Do 10.12.26
20:00
Enji, Simon Popp POEJI (MN / DE) Jazz

Hypnotisch, reduziert und schwer in eine Schublade zu stecken: POEJI ist das Duo der Sängerin Enji und des Schlagzeugers Simon Popp. Zwischen sphärischem Ambient, Post-Dub und Free Jazz treffen Enjis expressive Stimme und Popps vielschichtiges Drumming aufeinander. Mal verdichtet sich ihre Musik zu pulsierenden Rhythmen, mal öffnet sie weite, fast schwebende Räume. Auf ihrem Debütalbum Nant führen die beiden ihre unterschiedlichen musikalischen Ansätze zusammen. Stimme und Schlagzeug stehen dabei nicht nebeneinander, sondern reagieren unmittelbar aufeinander – ein intensiver Dialog zwischen Rhythmus, Klang und Improvisation.

Enji: Stimme

Simon Popp: Schlagzeug

Foto: Hanne Kaunicnick

 

Fr 11.12.26
20:00
Sa 12.12.26
20:00
Jakob Windschnur Homo Tiroler Kleinkunst & More

Wer oder was ist eigentlich ein Homo Tiroler? In seinem neuen Solo-Programm macht sich Jakob Windschnur auf Spurensuche in eigener Sache. Mit Stand-up, Musik und scharfem Blick auf seine Heimat geht es um Wohnungsnot, Tourismus, Nachbarschaftsstreit und allerlei hartnäckige Tiroler Eigenheiten.

Dabei begegnen wir einem geschäftstüchtigen Hüttenwirt, einem erschöpften Skilehrer, einem Stadt-Snob und einem Bauern, der mit der Zeit geht, sich damit aber Zeit lässt.

Und dann wäre da noch Ötzi. Seit über 5.000 Jahren im Eis und bis heute für Streit gut. Was sich seit seiner Zeit geändert hat? Vermutlich weniger, als uns lieb ist.

Fr 18.12.26
20:00
Sa 19.12.26
20:00
Cababoz Natale 2026 Kleinkunst & More

Wer sie noch nicht erlebt hat, hat definitiv was versäumt! Die Mitglieder von Cababoz nehmen kein Blatt vor den Mund. Ohne Scheu und Scham betreten sie nacheinander oder miteinander die Bühne und präsentieren eine fulminante Kabarett-Revue. In einem Potpourri aus Sketchen, Stand-Up-Nummern und Musik ziehen sie alles und jede:n durch den Kakao und nehmen sich dabei natürlich selbst nicht aus. Freuen Sie sich auf einen fröhlichen Abend, der Ihr Zwerchfell garantiert erschüttern wird!

Foto: Lollo Colombi

Do 14.01.27
20:00
Lang, Moser, Remigi (CH / AT / IT) H3R Jazz

Drei Musikerinnen, drei Soundwelten, ein Trio: H3R bringt Charlotte Lang, Ciara Moser und Francesca Remigi zusammen. Baritonsaxophon, E-Bass, Schlagzeug, Elektronik und Stimme treffen aufeinander – zwischen Komposition und Improvisation, Groove und Freiheit, Struktur und Spontaneität.

Entstanden im BeJazz TransNational Program, ist H3R auch ein Statement. Drei junge Musikerinnen nehmen sich Raum in einer Jazzwelt, deren Geschichten noch immer vorwiegend von Männern erzählt werden. Ihre Kompositionen greifen Geschichten von Frauen auf, die ihre eigenen Wege geprägt und inspiriert haben. Daraus entsteht Musik, die erzählt, verbindet, reibt und in Bewegung bleibt.

Charlotte Lang: Baritonsaxophon, Gesang

Ciara Moser: E-Bass, Elektronik, Gesang

Francesca Remigi: Schlagzeug, Percussion, Elektronik, Gesang

Foto: Kevin Rieseneder

 

Fr 15.01.27
20:00
Gianluca Iocolano & Friends io.co show Kleinkunst & More

Die io.co show ist eine frisch-freche, unverblümt-direkte Comedy-Talk-Show. Durch den Abend führt Moderator und Comedian Gianluca Iocolano, an seiner Seite ist die reizende Assistentin Patrizia Solaro. L’accompagnamento musicale è affidato al Maestro Roberto Tubaro, che dirige gli Ossoboogie. Freut euch auf die neue Ausgabe der dekadenten Antwort auf das klassische Late Night-Format! Con ospiti elettrizzanti, commenti ironici, giochi assurdi e chiacchierate profonde, lo show cult attraversa ancora una volta la pancia della società altoatesina.

Mit Gianluca Iocolano und Patrizia Solaro

Bühne: Rosa-Maria Presta

Kostüme: Sieglinde Michaeler und Walter Granuzzo

Mi 20.01.27
20:00
Dominik Bloh Die Straße im Kopf Literatur, Talk

Mit 16 landet Dominik Bloh auf der Straße, nachdem seine Mutter ihn rauswirft. Er geht weiter zur Schule, macht Abitur und niemand merkt, dass er kein Zuhause hat. Fast elf Jahre lebt er auf Hamburgs Straßen. Dann bekommt er eine eigene Wohnung. Sein erstes Buch Unter Palmen aus Stahl wird zum Spiegel-Bestseller und öffnet ihm Türen in eine völlig neue Welt. Bloh ist heute Vater, Autor und Aktivist. Mit GoBanyo initiierte er einen Duschbus für obdachlose Menschen und wurde für sein Engagement mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet. Heute bringt er seine Erfahrungen auch in die Politik ein. In eindringlicher, markanter Sprache eröffnet Dominik Bloh den Leser:innen ein Paralleluniversum, das genau vor seiner Nase existiert, aber meist nicht wahrgenommen wird. Ganz ohne Klagen und Anprangern macht er klar, was passieren muss, um wirklich etwas zu verändern.

Eine Zusammenarbeit mit dem HdS – Haus der Solidarität

Moderation und Gespräch: Nina Beer

Eintritt frei!

Foto: Julia Schwendner

Fr 22.01.27
20:00
Jenny Simanowitz und Kathy Tanner Dirty Old Women Kleinkunst & More

Zwei Frauen Anfang siebzig. Eine Dating-Plattform. Und keine Lust, sich im sogenannten goldenen Alter zur Ruhe zu setzen. In Dirty Old Women suchen Jenny Simanowitz und Kathy Tanner nach neuen Begegnungen, Vergnügen und gerne auch ein bisschen Erotik. Einen Partner fürs Leben brauchen sie dafür nicht.

Die autobiografisch inspirierte Komödie verbindet Kabarett und Sitcom. Schauplatz ist eine sexpositive Dating-Plattform: Hier darf Sexualität offen, selbstbestimmt und ohne moralische Wertung gelebt werden.

Jenny Simanowitz (Wild Granny Jenny) und Kathy Tanner von der Kult-Impro-Gruppe English Lovers sind auch im wirklichen Leben Freundinnen und Komplizinnen. Eigene Erfahrungen haben das Stück mitgeprägt. Mit viel Witz und Offenheit erzählen sie von ihren Begegnungen. Die sind herrlich schräg und komisch und manchmal überraschend berührend. Nach Brixen kommt Dirty Old Women auf Empfehlung von Ingrid Porzner, der ehemaligen künstlerischen Leiterin der Dekadenz.

Die Aufführung findet in deutscher Sprache statt

Text, Schauspiel: Jenny Simanowitz, Kathy Tanner

Regie: Dennis Kozeluh

 

Do 28.01.27
20:00
Nikolaus Dolp (AT) Dread, Delight and Yowzah Jazz

Seit über einem Jahrzehnt prägt Nikolaus Dolp am Schlagzeug die Grooves von Shake Stew. Mit Dread, Delight and Yowzah veröffentlicht er nun sein erstes Album unter eigenem Namen – zwischen Jazz, Funk, 70s Fusion und cineastischen Klangwelten. Drei Zustände geben den Takt vor: Dread, Delight und Yowzah. Angst und Melancholie treffen auf Euphorie, Groove und elektrisierte Wachheit. Für das Album versammelt Dolp rund 20 Musiker:innen, darunter Jazz-Legende Billy Cobham. Live konzentriert sich diese Energie auf ein Quartett aus vier markanten Stimmen der mitteleuropäischen Jazz- und Improvisationsszene. Musik für eine Welt im Umbruch und ein ziemlich guter Grund, sie laut zu spielen.

Nikolaus Dolp: Schlagzeug, Gesang

Richard Koch: Trompete

Stephanie Weninger: Flügel, Nord Synthesizer, Moog Synth Bass

Raphael Preuschl: E-Bass

Foto: Severin Koller

 

Fr 12.02.27
20:00
So 14.02.27
18:00
Do 18.02.27
20:00
Fr 19.02.27
20:00
So 21.02.27
18:00
Do 25.02.27
20:00
Fr 26.02.27
20:00
Sa 27.02.27
20:00
Produktion der Dekadenz Nicht mein Feuer Theater

Willkommen zur Party!

Stefan wird 55. Die Bar ist geöffnet, die Häppchen sind angerichtet, der Champagner ist kalt gestellt. Es soll ein glamouröser Abend werden. Ihr seid alle eingeladen!

Für die Musik ist gesorgt. MondWilds Dream House liefert den Soundtrack des Abends. Die Entertainerin (Margot Mayrhofer) führt durch das Programm, sorgt mit Jokes und Songs für Stimmung und gute Laune. So war zumindest der Plan. Doch irgendwann hält sie sich nicht mehr ans Drehbuch. Zwischen Beats, Pointen und Partylaune stellt sie Fragen, die eigentlich nicht auf eine Geburtstagsfeier gehören. Oder vielleicht gerade doch.

Laura Naumanns Monolog verbindet scharfen Humor mit feiner Menschenkenntnis und erzählt von einer Gesellschaft, die lieber weiterfeiert, als sich zu verändern. Ein abgründig-witziger Theatermonolog mit Live-Electronics über die Frage, wie lange wir uns noch einreden können: Ist ja nicht mein Feuer. Regie führt Eva Kuen. Margot Mayrhofer spielt die Entertainerin auf Abwegen. MondWild entwickelt den elektronischen Live-Sound des Abends, Rosa-Maria Presta gestaltet Bühne und Kostüme und macht den Kulturkeller zur schillernden Partyszenerie.

Grab a drink. Take a seat. Watch it burn.

Theatermonolog von Laura Naumann

Regie: Eva Kuen

Schauspiel: Margot Mayrhofer

Komposition und Live-Musik: MondWild

Ausstattung: Rosa-Maria Presta

Vorverkauf ab 15. Dezember

Foto: FREIUNDZEIT

Reservierung nicht möglich
Fr 30.04.27
20:00
So 02.05.27
18:00
Fr 07.05.27
20:00
Sa 08.05.27
20:00
So 09.05.27
18:00
Mi 19.05.27
20:00
Fr 21.05.27
20:00
Sa 22.05.27
20:00
Fr 28.05.27
20:00
So 30.05.27
18:00
Produktion der Dekadenz Lingua Madre Theater

nach dem preisgekrönten Roman von Maddalena Fingerle

Paolo Prescher ist besessen von Wörtern. Sie haben Geruch, Farbe und Klang. Manche sind sauber. Andere sind dreckig. Dreckige Wörter rauben ihm die Luft. Sie lügen, verschleiern und sagen nicht, was sie sagen sollen.

Aufgewachsen zwischen einer italienischen Mutter, einem verstummten deutschsprachigen Vater und den Sprachgrenzen seiner Heimatstadt Bozen versucht Paolo, Ordnung in die Welt zu bringen. Er flieht nach Berlin – auf der Suche nach einer Sprache, die nicht verletzt, und einem Leben, das leichter ist. Dort begegnet er Mira. Zum ersten Mal scheinen die Wörter ihren Schrecken zu verlieren.

Mit feinem Humor, großer sprachlicher Präzision und viel Zärtlichkeit erzählt Maddalena Fingerle von einem jungen Mann auf der Suche nach Liebe, Zugehörigkeit und einer Sprache, die ehrlich sein darf. Ein Stück über Südtirol, das weit über Südtirol hinausweist.

Die Dekadenz bringt den preisgekrönten Debütroman erstmals als Theatermonolog auf die Bühne – erzählt in zwei Stimmen. Der italienischsprachige Schauspieler Gianluca Iocolano und die deutschsprachige Schauspielerin Linda Covi verleihen Paolos Gedankenwelt gemeinsam eine Stimme und lassen seine innere Zerrissenheit zwischen den Sprachen lebendig werden.

Lingua Madre von Maddalena Fingerle

Fassung und Dramaturgie: Friederike Wrobel

Regie: Peter Stuppner

Schauspiel: Linda Covi und Gianluca Iocolano

Regieassistenz: Michaela Zetzlmann

Vorverkauf ab 15. Februar

Foto: FREIUNDZEIT

Reservierung nicht möglich
Dekadenz dankt
dekadenz sponsoren 2026

Die Dekadenz wird als Südtiroler Städtetheater vonseiten der öffentlichen Hand gefördert.
Private Sponsoren ergänzen unser Kulturbudget.

Im Detail